Die Geschichte von Bridge

Es war ein langer Weg für das Kartenspiel Bridge, ehe es in der heutigen Version vorlag. Ursprünglich stammt das Spiel von dem Kartenspiel Whist ab, welches sehr beliebt war bei den englischen Adligen im 17ten Jahrhundert. Bei Whist bekam jeder Spieler insgesamt 13 Karten aus einem 52 Karten Deck zugeteilt. Wie bei Bridge hatte jeder Spieler einen Partner und Ziel war es möglichst viele Stiche zu erhalten. Bei Whist gab es jedoch noch keine Festlegung des Trumpfs und so war das Punkte erzielen sehr viel einfacher, als es das im heutigen Bridge ist.

Verbreitung

Bevor es zu der heutigen Fassung von Bridge kam durchlief das Spiel eine Reihe von Einflüssen. So war der Vorgänger Whist in vielen Teilen der Welt sehr beliebt. Beispielsweise war das Spiel im 18ten und 19ten Jahrhundert sehr stark im Mittleren Osten und vor allem in dem damaligen Osmanischen Reich verbreitet. Nach und nach wurden auch weitere Versionen des Spiels erfunden und so war das Spiel in Frankreich unter dem Namen Plafond bekannt. Hier wurde auch zum ersten Mal von den Spielern verlangt anzusagen, wie viele Stiche ein Spieler erringen würde. Whist wurde auch sehr durch das Aufkommen von Poker beeinflusst. Heute spielen Millionen Menschen auf dem Planeten jeden Tag Poker, doch der Weg dahin war lang und beschwerlich.

Veränderungen

Erst 1925 kam dauerhafte Veränderung in die Welt des Bridge. Das ist der Verdienst des Amerikaners Harold Vanderbilt, welcher sich die Zeit nahm das heutige Vertrags Bridge zu erfinden und zu definieren. Dabei hatte er auch genug Zeit, als er auf einem Schiff den Atlantik überquerte. Die Überlegung des Vertrages beim Bridge war daher ganz einfach: Jedes Spielerpaar musste genau festlegen, welche Anzahl von Stichen man gewinnen würde. Wenn man den Vertrag jedoch am Ende des Spiels nicht erfüllen konnte, so bekam man Strafpunkte auf sein Konto. Auf der anderen Seite bekam man Extrapunkte, wenn man den Vertrag erfüllen konnte. In den 30er und 40er Jahren erlebte dann Bridge ein nie dagewesenes Hoch und war vor allem in den USA sehr beliebt. Dabei kam es auch zum berühmten Anglo-Amerikanischen Duell im Jahre 1930. Der Kapitän der Engländer, Col. Walter Buller trat dabei gegen ein Team der US Amerikaner unter der Führung von Ely Culbertson an. Noch vor dem Spiel spuckten die Engländer große Töne und wetteten sogar darauf, dass sie die Amerikaner haushoch schlagen würden. Das Gegenteil trat ein und das hatte nicht nur die Auswirkung, dass die Engländer geschlagen nach Hause fahren mussten, sondern auch das Mr. Culbertson über Nacht ein Star im Bridge Spiel geworden war. In der darauf folgenden Zeit verfasste Culbertson nicht nur Bücher über Bridge, welche Absatz fanden, sondern er forderte auch seinen Landsmann Sidney Lenz zu einem Duell heraus. Das Interesse der Menschen war zu diesem Zeitpunkt auf einem Höhepunkt und Bridge ist bis heute ein Sport, welcher von vielen Menschen verfolgt wird. Doch im Gegensatz zu anderen Sportarten wie Baseball oder Football ist dieser nicht so einfach zu verfolgen und daher erklärt sich auch die Stagnation in der Szene.