Bridge Ratgeber

Also wir damals vor vielen Jahren von unserem gemeinsamen Freund Peter Ackermann an das Bridge herangeführt wurden, war uns noch gar nicht klar, was für eine bewegte Geschichte dieses Kartenspiel hat. Unser damaliger Kollege und heutiger Chefredakteur Peter Ackermann hat uns erst nach langer Überredung zum Bridge gebracht, doch seitdem haben wir es lieben gelernt. Zahlreiche geschichtliche Ereignisse und Skandale umranken das Spiel, von dem wir Ihnen so viel zu berichten haben. Deshalb geht es hier vorwiegend um das „drum herum“, also die Geschichte, die Stories rund um Bridge und die berühmten Bridge Spieler. Aber auch ein Bridge Lexikon haben wir anfertigen lassen, das sämtliche Begriffe klärt und Ihnen als Nachschlagwerk dient. Wir wissen nicht, wie es Ihnen dabei geht, aber wir sind sprichwörtlich heiß auf das Kommende!

Die Geschichte des Bridge: Von Whist bis zu der Formulierung der modernen Regeln durch Harold Vanderbilt

Die Geschichte des Bridge beginnt im 15. Jahrhundert als der Quasi-Vorgänger Whist zum ersten Mal erwähnt wird. Das Spiel glich dem heutigen Bridge schon sehr, ließ jedoch einige der spannenden neuen Features vermissen. Die ersten Formen des Bridge entwickelten sich dann im Laufe des 19. Jahrhunderts und wurden durch das sogenannte Auktions-Bridge erweitert, die das Element des Reizens beinhalteten. Die finale Version des beliebten Kartenspiels wurde dann schließlich von Harold Vanderbilt während einer Schiffsfahrt 1925 entwickelt. Vanderbilt arbeitete in die bestehenden Regeln die verschiedenen Gefahrenlagen des Auktions-Bridge ein, änderte die Abrechnungstabelle und nannte das Spiel gemäß der Einführung der Verträge Kontrakt-Bridge. Das heutige Bridge ist nichts anderes als dieses Kontrakt-Bridge, da es jedoch mittlerweile die einzige praktizierte Version des Bridge ist, wurde der Zusatz „Kontrakt“ weggelassen!

Skandale im Bridge: Der Verhaltenscodex wird nicht immer eingehalten!

Es ist wichtig zu wissen, dass Bridge auf einem allgemein gültigen und jederzeit beachteten Verhaltenscodex beruht. Durch seine Ursprünge ist Bridge sehr gut situiert. Man sollte es daher nicht mit Spielen wie Blackjack oder Roulette vergleichen, das von Jedermann gespielt werden kann, da die Regeln sehr einfach sind und man auch ohne Strategie ordentliche Ergebnisse erzielen kann. Bridge verlangt von den Spielern mehr! Zum einen müssen verschiedene Kontrakte richtig gespielt werden und deshalb mehr Regeln einstudiert werden, zum anderen spielt man immer in einem Team.

Das Teamspiel setzt voraus, dass man sich gut versteht und gemeinsam zum Ziel kommen will. Für Egoismus ist beim Bridge deshalb kein Platz! Auch in dem Falle einer Niederlage muss man jederzeit höflich bleiben und die Niederlage nicht im Pech suchen oder dem Gegner Anfängerglück andichten. Ein Bridge Spieler muss die Regeln achten, sich respektvoll zeigen und das Ergebnis des Spiels ohne Protest akzeptieren. Dazu gehört auch, die wohl am einfachsten zu verletzende Regel des unerlaubten Kommunizierens nicht zu brechen. Es dürfen also keine Informationen zwischen den Spielern ausgetauscht werden, die unzulässig sind – und das sind eigentlich alle!

Doch da es auch im Spiel um viel geht, versuchten in der Vergangenheit immer wieder einige Spieler, diese Regel zu verletzen. Unehrliche Spieler haben deshalb schon öfters für Skandale im Bridge gesorgt. 1975 ereignete sich so ein Fall in Bermuda bei der Bridge WM. Im Finale traten sich die Amerikaner und die Italiener entgegen und auch wie könnte es auch anders sein, griffen die Italiener genauso wie bei der Fußball WM in Deutschland 2006 auf unfaire Verhaltensweisen zurück. Die beiden Italiener stießen sich gegenseitig mit den Füßen an und kommunizierten auf diese Weise miteinander. Dadurch entstand ein klarer Vorteil, der ihnen den Sieg in der Weltmeisterschaft einbrachte. Gehört hat man seitdem in Bridge Kreisen nichts mehr von diesen beiden Halunken. Auf horst-diedrichs.de, der Webseite unseres gemeinsamen Freundes, kann der interessierte Leser mehr dazu erfahren.

Bridge – Ein großer Spaß für große Portemonnaies!

Der wohl reichste Bridge Spieler ist Warren Buffet. Er ist bekannt dafür, an der Börse ein gutes Händchen zu haben und konnte sich somit seinen Platz im Club der reichsten Männer der Welt sichern. Sein strategisches Geschick stellt er auch immer wieder beim Bridge unter Beweis, zu dem er erst durch seinen Freund Sharon Osberg kam, der selbst zweifacher Weltmeister im Bridge ist. Buffet persönlich war es, der 2006 den Warren Buffet Cup ins Leben gerufen hat, an dem jedes Jahr viele Spieler aus aller Welt teilnehmen. Doch es gibt noch einen weiteren leuchtenden Stern am Bridge Himmel. Die Geschichte von Omar Sharif finden Sie in unserer Rubrik Berühmte Bridge Spieler.

Kauderwelsch oder Bridge Gespräche? Kennen Sie alle Begriffe des Bridge Slang?

Wir wissen wie das ist. Sie versuchen Bridge zu lernen oder spielen es sogar schon, doch bei manchen Begriffen werden Sie dann doch stutzig. Uns ist es anfangs schwer gefallen, aus den beim Bridge verwendeten Begriffen schlau zu werden. Immer wieder waren wir verwirrt und konnten Zusammenhänge nicht auf Anhieb verstehen, weil uns die Bedeutung der Wörter nicht klar war. Damit das Ihnen nicht passiert, haben wir für Sie ein Bridge-Lexikon in Deutsch und Englisch geschrieben, in dem Sie jederzeit nachsehen können, was die Bedeutung eines Begriffes ist. Haben Sie Anregungen dazu, welcher Begriff noch fehlt, sagen Sie uns bitte Bescheid und wir nehmen den Begriff in unser Lexikon auf!

An dieser Stelle möchten wir uns noch herzlich bei Peter Ackermann für die Unterstützung bedanken, die wir von http://www.gut-reisen.info/ erhalten haben.